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In Afrika sind Familien ein soziales Netzwerk, zu dem auch nicht-verwandte Personen zählen.
Meine Eltern, die einen gewissen Wohlstand haben, kümmerten sich auch immer um andere Kinder aus der näheren und ferneren Nachbarschaft.
So kam es auch, dass in unserem Haushalt immer viele verschiedene Personen lebten. Ich war es gewohnt, immer auch viele fremde Gesichter um mich herum zu haben.
Einmal kam ich in den Universitätsferien nach Hause. Meine Mutter hatte erst vor kurzem ein 2 Monate altes Baby bei uns aufgenommen.
Ein Nachbar hatte das Baby auf einer Müllkippe gefunden und zu meiner Mutter gebracht.
Das Baby war immer krank und schwach. Behandlungen mit traditioneller Medizin brachten keine Besserung.
Bei einem Besuch bei einem Schulmediziner stellte sich heraus, dass das Baby mit dem AIDS-Virus infiziert war.
Jetzt stellte sich das Problem, dass die Medikamente für die Behandlung sehr teuer sind.
In Kenia haben wir keine obligatorische Krankenkasse. Das heisst, jeder muss seine Medikamente selbst bezahlen.
Spontan beschloss ich, einen zusätzlichen Job anzunehmen, um meine Mutter finanziell zu unterstützen.
Rückblickend war das der Beginn unseres Waisenhauses für aids-kranke Kinder. Es sprach sich über das Buschtelefon herum, dass sich meine Mutter auch um aids-kranke Kinder kümmert.
Immer mehr kranke Kinder wurden zu uns geschickt. Unser Haus platzte aus allen Nähten.
An einem bestimmten Punkt konnte ich meinen Vater dazu bringen, ein Haus, das leer stand, zur Verfügung zu stellen und einzurichten.
Somit hatten wir unser erstes Waisenhaus. Es heisst „Odila Orphanage“.
Vor einem Jahr habe ich – beziehungsweise der Verein „1+1=3“, den ich als Präsidentin leite, ein zweites Waisenhaus in meiner Heimatstadt Kisumu übernommen.
Meine Mutter kümmert sich nun auch vor Ort um dieses Waisenhaus.
Dieses Waisenhaus heisst "Waisenhaus Kenya" und wurde von Bruder Josef aus Urdorf, einem katholischen Laienbruder gegründet.
Aller guten Dinge sind 3. Aus diesem Grund habe ich dieses Jahr mit einem 3. Projekt begonnen.
Bei diesem Projekt geht es um Witwen. In allen 3 Projekten werden einfache Gegenstände hergestellt, die man über diese Homepage kaufen kann. Ausserdem werden für das Waisenhaus Kenya Patenschaften angeboten.